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Jede Woche etwas Neues oder Altes. Soweit nicht anders angegeben, stammen alle Texte und Bilder von Volker Friebel.

Zu einem reinen Reise-Blog geht es hier.

 

 

 

2018

Woche 8

Februar   

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Für einen früheren Blog habe ich eine Anzahl von Unsinnsgesprächen zweier Spatzen geschrieben, das Gezwitscher von Anton und Karl. Das sammle und überarbeite ich gerade. Ob sich ein Büchlein daraus machen lässt, ist noch nicht so sicher, aber die Überarbeitung macht Spaß, und dabei entstehen auch neue Texte, so am Dienstag der untere.

 

„Hallo Karl“, tschilpt Anton.

„Hallo Anton“, tschilpt Karl.

„Weißt du, was eine Sonnenuhr ist?“, tschilpt Anton.

„Ja“, nickt Karl und hüpft auf dem Klosterdach.

„Dann ist es ja gut!“, tschilpt Anton.

„Genau“, tschilpt Karl zurück.

Eine Weile sitzen die beiden nebeneinander auf dem Dach und tschilpen ab und zu einfach nur so vor sich hin, dann fragt Anton unvermittelt: „Und was ist eine Sonnenuhr nun?“

„Eine Sonnenuhr“, beginnt Karl gedehnt, „eine Sonnenuhr, also eine Sonnenuhr ist eine Uhr wie die da.“ Er deutet mit einem Flügel auf die Sonnenuhr an der Klosterwand gegenüber. „Sie ist im Freien angebracht und zeigt der Sonne die Uhrzeit. Deshalb heißt sie ja Sonnenuhr.“

„Aha“, tschilpt Anton. „Das hast du prima erklärt. Aber das wusste ich schon.“

„Warum fragst du dann?“, tschilpt Karl.

„Ich dachte, so eine Sonnenuhr ist doch unpraktisch. Sie zeigt die Uhrzeit nur, solange die Sonne scheint“, verteidigt sich Anton.

„Da siehst du wieder einmal, wie klug die Menschen sind – und wie geizig! Wenn die Sonne ihre Uhr nicht mehr sehen kann, dann schalten sie sie ab.“

 

 

 

2018

Woche 7

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Foto und Haiku vom Mittwoch, dem 14. Februar 2018 am Vogteiturm bei Loßburg-Rodt (Nordschwarzwald).

 

 

 

2018

Woche 6

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Als der griechische Philosoph Pythagoras vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden gefragt wurde, was der Sinn seines Lebens sei, antwortete er nicht etwa, er lebe um dieses oder jenes Große zu erreichen – obwohl er tatsächlich manches Große erreicht hat und bis heute berühmt ist. Er antwortete, er lebe „um den Himmel zu betrachten“. Und er nannte sich einen Betrachter der Natur.

Es ist gut, aktiv zu sein, etwas zu leisten und zu erreichen. Es ist aber auch gut, manchmal passiv zu sein und nur zu betrachten. Und zwar das zu betrachten, woran der Mensch nicht rührt, den Himmel und die offene Natur.

Das ist gut, weil es ruhig macht und aus dieser Ruhe eine Kraft aufnehmen kann, die Freude gibt. Und uns, wenn wir uns auf sie einlassen, dabei hilft, tätig zu sein.

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns deshalb mit dem Betrachten. Zunächst gibt es Anregungen zu einigen Stillemomenten. Dann folgt ein Tanz, der Blick in den Himmel. Den Abschluss bildet die Traumreise Blick vom Hügel.

 

    Aus Volker Friebel (2017): Tanz um die Quelle. Meditative Tänze mit Kindern. Tübingen: Edition Blaue Felder.

 

 

 

2018

Woche 5

Januar / Februar   

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Haiga-0100a-VolkerFriebel

 

Foto und Haiku vom Samstag, dem 3. Februar 2018 aus den Neckarwiesen in Tübingen-Lustnau.

 

 

 

2018

Woche 4

Januar   

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Hinter der Brandung ist Stille. Grünes Flimmern. Mit einer einzelnen Schaumblase platzt die Sonne. Und ist doch überall immer da.

Hier und da treibt Meergras. Bis an die Küste liegt feiner weißer Sand, am Strand ruhen dann ab und an schwarze Steine zwischen den Körnern.

Keine Insekten, obwohl es windstill ist. Im Zimmer hatten wir Schnaken. Das Problem, hören wir , sei das viele gepflanzte Grün um die Anlage. Und die relative Windstille der letzten Tage. Eigentlich gäbe es auf Fuerteventura kaum Schnaken.

Der Schatten eines schwarzen Vogels gleitet über den Strand. Gestern habe ich eine kleine Muschelschale gefunden, sonst nichts.

Die Menschen sind auch da, jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Das Meer, der Strand und der Himmel sind in allen Welten enthalten. Auch sonst gibt es vermutlich Gemeinsamkeiten. Ich bin zu träge, um weiter nach ihnen zu fragen.

Gestern sollen Wale und Delfine gesichtet worden sein.

Linien löschen
sich aus. Die Spur
eines Strandläufers.

Morgendämmerung.
Ein Kleinbus parkt
am Strand des Meeres.

 

    Aus dem eben erschienenen kleinen Reisebuch: Volker Friebel (2018): Fuerteventura. Tübingen: Edition Blaue Felder, nur als eBuch.

 

 

 

2018

Woche 3

Januar   

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Haiga-0099b-VolkerFriebel

Foto und Haiku: Samstag, 13. Januar 2018, Festung Rethymnon, Kreta

 

 

 

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Woche 2

Januar   

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[...]

Durch flaches Land an der erstarrten Brandung der Anden, durch Staub und Wind. Nach Stunden wieder Bläue, ein Fjord: „Ultima Esperanza“, letzte Hoffnung. Ein Schneegipfel. Weiße Blütenblätter. Die Schärfe aller Farben. Ob es zusammenklingt, ob es zu widersprechen scheint: Alles ist schön. Alles lässt uns fassungslos nur noch diese Schönheit betrachten.

Alle Worte versagen in dieser schroffen, einsamen Schönheit. Weiter geht es, einfach nur weiter , den Fjord entlang, durch das Städtchen Puerto Natales, und immer noch weiter, nach Punta Arenas, an die blaue Straße des Magellan.

Unter Schneegipfeln
ein See. Flamingos färben
den Wind.

Fjord der letzten Hoffnung –
über der Gischt
Kamilleblüten.

[...]

 

    Aus dem eben erschienenen Reisebuch: Volker Friebel (2018): Vulkane, Gletscher, weites Land. Eine Reise durch Patagonien und Feuerland. Tübingen: Edition Blaue Felder, PapierBuch und eBuch.

 

 

 

2018

Woche 1

Januar   

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4 Rätsel

 

Bewegst du dich, bewegt er sich mit,
begleitet dich auf Schritt und Tritt.
Ohne Licht
aber gibt es ihn nicht.

 

Früher haute man Worte in Stein,
ritzte in Tontafeln Zeichen hinein.
Worauf malen und schreiben denn wir?
Es ist das ...

 

Zwei Beine hat sie, genau wie du.
Du ziehst sie an und knöpfst sie zu.

 

Bist du in ihr, bist du im Wasser,
im Meer selbst wäre es nicht nasser,
doch schwimmen kannst du darin schlecht.
Sie steht zu Hause, hab ich Recht?

 

    Aus: Volker Friebel (2012): Rätsel für Kinder. Tübingen: Edition Blaue Felder. Nur als eBuch.

 

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