Eingang  II  Psychologie  I  Seminar  I  Dichtung  I  Publikationen  I  Blog

 

Blog

Jede Woche etwas Neues oder Altes. Soweit nicht anders angegeben, stammen alle Texte und Bilder von Volker Friebel.

Zu einem reinen Reise-Blog geht es hier.

 

 

 

2018

Woche 16

April   

16

17

18

19

20

21

22

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Sie kommen zu einer Feuerstelle, an der schon ein junger Wandersmann rastet.

„Prinz Vogelfrei“, zirpt Kammerjunker Grille und deutet auf ihren Herrn, der sich artig verbeugt.

„Ministerialdirigentensohn Lukas“, sagt der Fremde und erwidert die Verbeugung perfekt.

„Das ist aber ein langer Titel“, staunt Prinz Vogelfrei.

„Wir leben auch in einer sehr alten Demokratie“, erläutert der Fremde. Er bricht sein Brot und bietet etwas dem Prinzen an.

„Dann herrscht bei euch das Volk?“, fragt Prinz Vogelfrei neugierig und kostet vom Brot.

„Jedenfalls lebt es nicht schlecht“, entgegnet der Fremde. „Wie geht es dem Volk denn bei euch?“

„Seit Herr Papa nun auch die Bettler in den Adelsstand erhoben hat, haben wir gar keines“, sagt Prinz Vogelfrei bedauernd und wirft einen Krumen der Grille zu.

„Wenn ich berichtigen darf“, mischt sich Geheimer Rat Eule ein, „laut letzter Depesche vom Hof ist das Volk größtenteils wieder vorhanden. Alle Handwerker und Arbeiter haben ihre Adelstitel abgelegt. Sie wollen wieder arbeiten, sagen sie, das dauernde Repräsentieren sei zu teuer und falle so schwer. Nur die Bettler bleiben im Rang.“

Prinz Vogelfrei hat mehr ungeduldig als interessiert zugehört. Er wendet sich an den Fremden und fragt: „Du wandelst auf Wanderschuhen – warum?“

„Ich suche nach der Blauen Blume“, kommt als Antwort.

„Eine davon schenke ich dir“, sagt Prinz Vogelfrei und deutet auf all die blauen Blumen ringsum.

 

 

 

2018

Woche 15

April   

9

10

11

12

13

14

15

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Das Haiku-Jahrbuch 2017, Leichte Fracht, ist erschienen. Wie immer machte die Zusammenstellung viel Freude und viel Arbeit. So ist das Leben. Wenn es gut ist.

 

Haiga-0108a-VolkerFriebel

 

 

 

2018

Woche 14

April   

2

3

4

5

6

7

8

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Von meinem Buch Traumreisen für Kinder im Ökotopia-Verlag habe ich diese Woche Belegexemplare zur 6. Auflage erhalten. Gelegenheit auch hier mal eine Traumreise vorzustellen, aus rechtlichen Gründen aber aus anderer Quelle:

 

Der Gartenzwerg

Mach es dir ganz bequem  ... Während du dich noch räkelst, kannst du schon beginnen, angenehm ruhiger zu werden  ... Deine Augen können noch offen bleiben und auch zu ruhen beginnen – oder sie können sich schließen und die angenehme Ruhe spüren  ... Du hörst vielleicht noch Geräusche um dich, im Raum  ... oder von draußen  ... Und irgendwann können die Geräusche und jede Bewegung ganz gleichgültig werden  ... Und du spürst vielleicht schon, wie gut es sich anfühlt, einfach so da zu sein und eine Traumreise zu erleben  ..., sich alles genau vorzustellen  ..., alles selbst ganz mitzuerleben  ... und in sich zu sehen  ... und in sich zu spüren  ...

Ob du dir wohl einen Garten vorstellen kannst, den Garten hinter einem Haus?  ... Im Garten singen Vögel  ... Und weil von allen Vögeln am schönsten die Amseln singen, so heißt er: Garten der Amseln  ... So sagen die Menschen im Haus  ...

Im Haus wohnen Leon und Sarah. Und ihre Eltern  ... Im Garten wohnen die Vögel, die Regenwürmer, die Käfer, die Gartenzwerge und viele andere mehr  ...

Einer der Gartenzwerge heißt Oskar. Er hält eine Laterne in der Hand und lacht  ... Die Laterne brennt nicht. Aber die Sonne scheint durch die Krone des Apfelbaums und wirft ihr Licht auch auf die blinde Laterne  ...

Vielleicht kann Oskar die Sonnenstrahlen spüren  ... Vielleicht kann er die Wärme der Sonnenstrahlen spüren  ...

An Oskar vorbei fliegt ein Schmetterling  ... Wie er durch die Lüfte wirbelt, ganz leicht und hell  ... Der Schmetterling tanzt durch den Himmel, über den Gartenzaun  ...

Was hinter dem Gartenzaun liegen mag? Da wachsen dichte Hecken  ... In den Hecken kann vieles verborgen liegen  ... Ihre Blätter rascheln leicht im Wind  ...

Plötzlich bewegen sich die Zweige der Hecken – dann sind sie still: Kater Mika schaut zwischen zwei Zweigen hervor  ... Eine Weile bleibt er regungslos – dann bewegt er sich weiter  ...

Kater Mika findet das Loch im Zaun und zwängt sich hindurch  ... Mit langsamen, stolzen Schritten schreitet er über den Rasen  ...

Gerade vor Oskar legt Mika sich in das duftende Gras  ... Vielleicht hört er die Vögel ringsum  ... Vielleicht lauscht er auf die Geschichten des Windes  ... Mika leckt sich eine Tatze und schnurrt  ...

Und nun kommt die Traumreise langsam zum Ende, und du kehrst zurück in den Raum  ... Du spürst wieder den Raum um dich und hörst seine Geräusche  ... Die Ruhe ist weiter in dir. Und die Kraft. Du spürst vielleicht, wie die Ruhe und die Kraft in dir stärker geworden sind  ... Die Augen können sich wieder öffnen  ... Atme tief durch! Reck dich und streck dich  ...

 

    Aus: Volker Friebel (2016): Im Garten der Amseln. Traumreisen für Kinder. Tübingen: Edition Blaue Felder. Erhältlich als Papierbuch und als eBuch.

 

 

 

2018

Woche 13

März / April   

26

27

28

29

30

31

1

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Die Hacke

Die alte Frau und das Kind gehen den Weg durch die Streuobstwiesen. Manchmal springt das Kind voraus, manchmal geht es neben der Frau. In der einen Hand hält es die Hacke der Alten, mit der anderen hat es ihre freie Hand gefasst und erzählt, während die Füße den Weg schon finden.

Der Weg steigt sanft den Hang hinauf und geht hinein in den Wald. Am Waldrand, ein Stück neben dem Weg, hat sich die Frau auf eine Bank gesetzt. Die Hacke lehnt neben ihr. Ihre Augen sind in der Sonne geschlossen. Das Kind spielt in den Wiesen, bläst auf einem gepflückten Halm , stellt Vögeln nach.

Einmal hat ein Mann die Alte entdeckt und ruft sie an: „Schöner Tag“, ruft er vom Weg herüber. Die Alte richtet sich etwas auf und fasst nach der Hacke. Sie nickt ihm zu, lächelt. Sie plaudern ein wenig.

Als er weitergegangen ist, fragt das herbeigesprungene Kind. „Warum hast du eigentlich immer die Hacke dabei, wenn wir zu unserem Platz gehen, Oma?“

Die Alte streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und antwortet: „Damit die Leute nicht denken, ich ginge müßig.“

„Was ist ‚müßig gehen‘?“, fragt das Kind.

„Wenn man einfach so in den Wiesen ist, ohne etwas zu arbeiten zu haben“, sagt die Großmutter, „nur weil es schön ist.“

Das Kind nickt. Es hat viel zu tun gehabt in den Wiesen. Und es hat eine Feder gefunden. Schwarz und weiß ist sie, die Feder einer Elster. Die zeigt es der Großmutter.

Die Feder ist schön.

 

    Aus: Volker Friebel (2015): Kinder entdecken Ruhe und Langsamkeit. Spielerisch fördern wir Genauigkeit, Konzentration und Kreativität. Tübingen: Edition Blaue Felder. Papierbuch und eBuch.

 

 

 

2018

Woche 12

März   

19

20

21

22

23

24

25

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Haiga-0105a-VolkerFriebel

Foto und Haiku vom Samstag, 24. März 2018, Damhirsch-Gehege im Schönbuch.

 

 

 

2018

Woche 11

März   

12

13

14

15

16

17

18

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Ein Gedicht von Friedrich von Logau (1604-1655), erschienen im Jahre 1654:

Anders sein und anders scheinen,
anders reden, anders meinen,
alles loben, alles tragen,
allen heucheln, stets behagen,
allem Winde Segel geben,
Bös- und Guten dienstbar leben;
alles Tun und alles Dichten
bloß auf eignen Nutzen richten:
Wer sich dessen will befleißen,
kann politisch heuer heißen.“

Als dieses Gedicht entstand, war Deutschland ein Königreich und der Verfasser stand als Regierungsrat im Dienst eines Herzogs. Wir können stolz sein, wie sehr sich die Verhältnisse seit damals verändert haben!

 

 

 

2018

Woche 10

März   

5

6

7

8

9

10

11

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Haiga-0102a-VolkerFriebel

Foto und Haiku vom Mittwoch, 7. März 2018, Curral das Freiras (Nonnental), Madeira

 

 

 

2018

Woche 9

Februar / März   

26

27

28

1

2

3

4

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Mentales Training

Stephan & Frackowiak (1996) referieren, dass motorische Imagination Lernen beschleunigen und die Leistung verbessern kann. Ihren eigenen Studien zufolge teilt die motorische Imagination einige Charakteristiken mit der motorischen Vorbereitung und weitere mit der Ausführung. Motorische Imagination kann so als spezielle Form motorischen Verhaltens betrachtet werden. Auch nach der Studie von Yaguez und Mitarbeitern (1998) eignet sie sich damit zur Einübung motorischer Fertigkeiten. Diese Autoren erhoben eine Verbesserung der Leistung in realen Zeichenaufgaben bei Menschen, die zuvor ein kurzes Imaginationstraining zur Aufgabe erhalten hatten. Natürlich war auch Zeichenpraxis wichtig. Aber selbst nach einiger Praxis behielt die Imaginationsgruppe ihre Überlegenheit bei.

Von Spitzensportlern wird das unter dem Schlagwort „mentales Training“ genutzt (eine Darstellung bietet Baumann 1998). Generell sind drei Bereiche für den Einsatz von Imaginationen geeignet: 1. Imaginatives Einüben von Fertigkeiten oder Strategien, 2. kognitive Modifikation des Übenden, 3. Regulation des Angst- und Erregungsniveaus (Martin, Moritz & Hall 1999).

Beim imaginativen Einüben von Fertigkeiten werden die eigenen Bewegungen zur Einübung und Festigung von Bewegungsabläufen „trocken“ vorgestellt, beispielsweise wird der Skiabfahrtslauf mit jeder Kurve und allen Bewegungen innerlich durchgespielt. Besonders in Disziplinen und bei Abläufen, die nicht ständig real geübt werden können, ist diese Art des Trainings bedeutsam. Auch zur Entwicklung und Festigung einer latenten Bereitschaft zur Reaktion kann mentales Training verwendet werden. So kann die mentale Vorbereitung eines Fechters darin bestehen, sich die möglichen Angriffsaktionen des Gegners vorher genau vorzustellen und mit eigenen Reaktionen zu verknüpfen. So können Überraschungseffekte des Gegners ausgeschlossen werden (Baumann 1998).

Weitere Möglichkeiten sind Imaginationen des idealen Leistungszustandes zur Erzeugung eines optimalen psychischen Klimas, von Informationen wie den Umgebungs- oder Startbedingungen zur Reduktion der Anfangsnervosität, von günstigen emotionalen Zuständen zur Reduktion von Erregungs- und Angstzuständen (nach Baumann 1998). Techniken dazu können sein: Visualisierung seiner selbst im Zustand der Entspannung, Visualisierung seiner selbst als Ausführender, Ausschaltung von Gedanken durch eine erwartungslose Visualisierung. Wichtig für die Visualisierung ist die Gegenwartsform, die Betonung eigener Stärken, die Einbeziehung möglichst aller Sinnesmodalitäten, die Beachtung von Gefühlen und die Betonung von leistungsfördernden Gefühlen. Häufiges Visualisieren (täglich je 3-5 Minuten) gilt als wirksamer als wenige lange Sitzungen.

Gubelmann (1996) untersuchte im Schulturnen mit 294 Jugendlichen beim Hindernislauf, ob auch bei „Normalen“ sinnvoll mit mentalem Training gearbeitet werden kann. Es zeigte sich nicht nur eine signifikante Leistungssteigerung der Gruppe, fast noch interessanter war der Befund, dass vor allem leistungsschwächere und in der Disziplin wenig erfahrene Schüler vom mentalen Training profitieren. Das korrespondiert mit dem Befund von Bohan, Pharmer & Stokes (1999), die in den frühen Lernphasen die beste Wirksamkeit mentalen Trainings erhoben. Wenn eine Aufgabe gut beherrscht wird, sinkt die (weitere) Wirksamkeit mentalen Trainings (wie auch die Wirksamkeit jedes Trainings: Deckeneffekt).

Aber nicht etwa nur mentale Übungen des Bewegungsablaufs sind bedeutsam. Page, Sime & Nordell (1999) versuchten bei Schwimmerinnen durch Imagination erfolgreich eine Uminterpretation der Angst vor dem Wettbewerb. Es ist offensichtlich, dass es sehr leistungsfördernd sein kann, hemmende Angst in leistungsfördernde Aktivation zu verwandeln.

    Aus Volker Friebel (2012): Innere Bilder – Imaginative Techniken im Alltag und in der Psychologie. Tübingen: Edition Blaue Felder. Überarbeitete Neuausgabe von „Innere Bilder – Imaginative Techniken in der Psychotherapie“, das 2000 im Walter-Verlag, Düsseldorf, veröffentlicht wurde.

 

 

 

2018

Woche 8

Februar   

19

20

21

22

23

24

25

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Für einen früheren Blog habe ich eine Anzahl von Unsinnsgesprächen zweier Spatzen geschrieben, das Gezwitscher von Anton und Karl. Das sammle und überarbeite ich gerade. Ob sich ein Büchlein daraus machen lässt, ist noch nicht sicher, aber die Überarbeitung macht Spaß, und dabei entstehen auch neue Texte, so am Dienstag der untere.

 

„Hallo Karl“, tschilpt Anton.

„Hallo Anton“, tschilpt Karl.

„Weißt du, was eine Sonnenuhr ist?“, tschilpt Anton.

„Ja“, nickt Karl und hüpft auf dem Klosterdach.

„Dann ist es ja gut!“, tschilpt Anton.

„Genau“, tschilpt Karl zurück.

Eine Weile sitzen die beiden nebeneinander auf dem Dach und tschilpen ab und zu einfach nur so vor sich hin, dann fragt Anton unvermittelt: „Und was ist eine Sonnenuhr nun?“

„Eine Sonnenuhr“, beginnt Karl gedehnt, „eine Sonnenuhr, also eine Sonnenuhr ist eine Uhr wie die da.“ Er deutet mit einem Flügel auf die Sonnenuhr an der Klosterwand gegenüber. „Sie ist im Freien angebracht und zeigt der Sonne die Uhrzeit. Deshalb heißt sie ja Sonnenuhr.“

„Aha“, tschilpt Anton. „Das hast du prima erklärt. Aber das wusste ich schon.“

„Warum fragst du dann?“, tschilpt Karl.

„Ich dachte, so eine Sonnenuhr ist doch unpraktisch. Sie zeigt die Uhrzeit nur, solange die Sonne scheint“, verteidigt sich Anton.

„Da siehst du wieder einmal, wie klug die Menschen sind – und wie geizig! Wenn die Sonne ihre Uhr nicht mehr sehen kann, dann schalten sie sie ab.“

 

 

 

2018

Woche 7

Februar   

12

13

14

15

16

17

18

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Haiga-0101a-VolkerFriebel

 

Foto und Haiku vom Mittwoch, dem 14. Februar 2018 am Vogteiturm bei Loßburg-Rodt (Nordschwarzwald).

 

 

 

2018

Woche 6

Februar   

5

6

7

8

9

10

11

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Als der griechische Philosoph Pythagoras vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden gefragt wurde, was der Sinn seines Lebens sei, antwortete er nicht etwa, er lebe um dieses oder jenes Große zu erreichen – obwohl er tatsächlich manches Große erreicht hat und bis heute berühmt ist. Er antwortete, er lebe „um den Himmel zu betrachten“. Und er nannte sich einen Betrachter der Natur.

Es ist gut, aktiv zu sein, etwas zu leisten und zu erreichen. Es ist aber auch gut, manchmal passiv zu sein und nur zu betrachten. Und zwar das zu betrachten, woran der Mensch nicht rührt, den Himmel und die offene Natur.

Das ist gut, weil es ruhig macht und aus dieser Ruhe eine Kraft aufnehmen kann, die Freude gibt. Und uns, wenn wir uns auf sie einlassen, dabei hilft, tätig zu sein.

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns deshalb mit dem Betrachten. Zunächst gibt es Anregungen zu einigen Stillemomenten. Dann folgt ein Tanz, der Blick in den Himmel. Den Abschluss bildet die Traumreise Blick vom Hügel.

 

    Aus Volker Friebel (2017): Tanz um die Quelle. Meditative Tänze mit Kindern. Tübingen: Edition Blaue Felder.

 

 

 

2018

Woche 5

Januar / Februar   

29

30

31

1

2

3

4

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Haiga-0100a-VolkerFriebel

 

Foto und Haiku vom Samstag, dem 3. Februar 2018 aus den Neckarwiesen in Tübingen-Lustnau.

 

 

 

2018

Woche 4

Januar   

22

23

24

25

26

27

28

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Hinter der Brandung ist Stille. Grünes Flimmern. Mit einer einzelnen Schaumblase platzt die Sonne. Und ist doch überall immer da.

Hier und da treibt Meergras. Bis an die Küste liegt feiner weißer Sand, am Strand ruhen dann ab und an schwarze Steine zwischen den Körnern.

Keine Insekten, obwohl es windstill ist. Im Zimmer hatten wir Schnaken. Das Problem, hören wir , sei das viele gepflanzte Grün um die Anlage. Und die relative Windstille der letzten Tage. Eigentlich gäbe es auf Fuerteventura kaum Schnaken.

Der Schatten eines schwarzen Vogels gleitet über den Strand. Gestern habe ich eine kleine Muschelschale gefunden, sonst nichts.

Die Menschen sind auch da, jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Das Meer, der Strand und der Himmel sind in allen Welten enthalten. Auch sonst gibt es vermutlich Gemeinsamkeiten. Ich bin zu träge, um weiter nach ihnen zu fragen.

Gestern sollen Wale und Delfine gesichtet worden sein.

Linien löschen
sich aus. Die Spur
eines Strandläufers.

Morgendämmerung.
Ein Kleinbus parkt
am Strand des Meeres.

 

    Aus dem eben erschienenen kleinen Reisebuch: Volker Friebel (2018): Fuerteventura. Tübingen: Edition Blaue Felder, nur als eBuch.

 

 

 

2018

Woche 3

Januar   

15

16

17

18

19

20

21

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

Haiga-0099b-VolkerFriebel

Foto und Haiku: Samstag, 13. Januar 2018, Festung Rethymnon, Kreta

 

 

 

2018

Woche 2

Januar   

8

9

10

11

12

13

14

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

[...]

Durch flaches Land an der erstarrten Brandung der Anden, durch Staub und Wind. Nach Stunden wieder Bläue, ein Fjord: „Ultima Esperanza“, letzte Hoffnung. Ein Schneegipfel. Weiße Blütenblätter. Die Schärfe aller Farben. Ob es zusammenklingt, ob es zu widersprechen scheint: Alles ist schön. Alles lässt uns fassungslos nur noch diese Schönheit betrachten.

Alle Worte versagen in dieser schroffen, einsamen Schönheit. Weiter geht es, einfach nur weiter , den Fjord entlang, durch das Städtchen Puerto Natales, und immer noch weiter, nach Punta Arenas, an die blaue Straße des Magellan.

Unter Schneegipfeln
ein See. Flamingos färben
den Wind.

Fjord der letzten Hoffnung –
über der Gischt
Kamilleblüten.

[...]

 

    Aus dem eben erschienenen Reisebuch: Volker Friebel (2018): Vulkane, Gletscher, weites Land. Eine Reise durch Patagonien und Feuerland. Tübingen: Edition Blaue Felder, PapierBuch und eBuch.

 

 

 

2018

Woche 1

Januar   

1

2

3

4

5

6

7

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

 

 

 

4 Rätsel

 

Bewegst du dich, bewegt er sich mit,
begleitet dich auf Schritt und Tritt.
Ohne Licht
aber gibt es ihn nicht.

 

Früher haute man Worte in Stein,
ritzte in Tontafeln Zeichen hinein.
Worauf malen und schreiben denn wir?
Es ist das ...

 

Zwei Beine hat sie, genau wie du.
Du ziehst sie an und knöpfst sie zu.

 

Bist du in ihr, bist du im Wasser,
im Meer selbst wäre es nicht nasser,
doch schwimmen kannst du darin schlecht.
Sie steht zu Hause, hab ich Recht?

 

    Aus: Volker Friebel (2012): Rätsel für Kinder. Tübingen: Edition Blaue Felder. Nur als eBuch.

 

Archiv  >

 


Eingang   II   Datenschutz   I   Impressum
Aktuell 22.04.2018 auf www.Volker-Friebel.de   I   Alle Rechte vorbehalten